Peter Scholl-Latour Forum
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  • Thema von Bazi im Forum Tägliche News

    Nachdem 2004 der der schiitische Führer Hussein al-Houthi, vermutlich von der Regierung, ermordet wurde, begann der eigentliche Untergrund-Krieg der Schiiten im Jemen. Bis dahin hatten sie ein eigenes autonomes Fürstentum im mehrheitlich sunitischen Jemen. 2009 begannen die neuen wahabitischen Machthaber (eine sunitische Sekte) die Schiiten systematisch zu vertreiben. Nun haben diese verfolgten Schiiten die Macht in Sanaa übernommen und die wahabitischen Putschisten abgelöst. Das die bislang unterdrückte schiitische Minderheit nun die Sympathieen der Massen bekommt ist in der Tat nicht zu erwarten. Dennoch ist die schnelle Drohung der USA gegen die neuen Machthaber recht vielsagend, schließlich handelt es sich bei den abgesetzten Wahabiten, um offizielle Al-Kaida-Truppen.
    Führen die Amerikaner nun tatsächlich einen Kreuzzug gegen die Schiiten, oder sind sie den Saudis (dort ist Wahabismus Staatsreligion) so sehr ausgeliefert? In der Ukraine scheinen die USA ja noch ihre eigenen Interessen durchsetzen zu können: Auch wenn Merkel und Holande (oder wie der Franzose geschrieben wird) heute in Moskau ein Wunder gelingen sollte, ist ein Wirtschaftsabkommen mit Russland, durch die Ukraine-Kriese, in weite Ferne gerückt.
    Lassen sich die Beweggründe unseres engsten Verbündeten nur noch so erklähren? Sind wir endgültig in "The Bave New World" angekommen, oder fällt jemandem noch eine andere Deutung der US-Außenpolitik ein?

  • Im Gedenken an den "Letzten seiner Art"Datum17.08.2014 00:10
    Thema von Bazi im Forum Off Topic
  • Moskau: Snowden ohne Freunde?Datum30.06.2013 18:23
    Thema von Bazi im Forum Tägliche News

    Da verräht uns Jemand, dass, wir (besonders wir Deutsche) Opfer einer krimminellen Handlung (Internet-Überwachung der USA) sind, und der Druck des Straftäters reicht aus, um diesen Menschen jeder Zuflucht zu berauben. Bekommt man da nicht eigentlich "Finder-Lohn"? O.k., die USA können „Überläufer“ nicht dulden, aber was ist mit uns? Ist die EU nicht eigentlich (schon aus Dankbarkeit) zur Solidarität mit unserem Freund Snowden verpflichtet? – Auslieferungsabkommen hin oder her! Oder sollten in Europa die Leute, die jetzt irische „Bänker-Gespräche“ veröffentlichen, um ihr Leben fürchten müssen?

    Geheimdienstaktionen gegen eindeutige Feinde sehe ich ja recht gelassen, aber Deutschland ist keine Besatzungszone mehr (CIA-Ton:„3.bester Freund“) - zumindest seit der Wiedervereinigung!
    Schuss mit dem CIA-Bespitzellungs-Wahn! Was hat der uns denn gebracht? Ob in Südamerika (Honduras, Cuba, Argentinien...), oder in Asien (Vietnam, Iran, Irak, Afganistan...), - CIA-Akivitäten haben nie die Welt befriedet – ihre Aktivitäen haben die Al Quaida erst ermöglicht und das Ende des Shaars im Iran, den russischen Einmarsch in Afganistan, oder den Zusammenbruch der UdSSR schlicht verpennt!
    Dafür verzichte ich nicht auf meine Grundrechte!

    Daher sollten wir JETZT, klarer als bei Julian in London, FÜR SNOWDEN EINTRETEN:

    Asyl, für, den eindeutig politisch Verfolgten, Snowden!
    Lebenslange Rente, für den Verteidiger meiner Rechte!
    Kauft equadorianische Blumen!

  • Thema von Bazi im Forum Tägliche News

    Durch die Frage, von Forums-Kollege sproeber in "Meine Meinung???", nach Scholl Latours Einstellung zu den 9/11-Verschwöhrungstheorien, habe ich mich umgehört und daraus folgendes in eigenen Worten zusammengetragen:

    1. These: Es liegen keine Belege vor, die die Beteiligung Afghanistans an den Terroranschlägen von 11.Sept. Belegen. Dennoch war die Behauptung, die Terroristen wären in Afghanistan ausgebildet worden, der Kriegsgrund.

    2. These: Die Amerikaner bekämpfen, seit der Machtergreifung der Mullahs im Iran, schiitische Systeme härter als den Kommunismus. Im Iran, im Irak und in Afghanistan leben mehrheitlich Schiiten.

    3. These: Die Terroristen (Osama, Atta, die Al Quaida ...) waren nachweislich saudiarabische Wahhabiten - eine radikale sunnitische Splittergruppe, die in Saudi Arabien Staatsreligion ist. Zudem haben wahhabitische Truppen im vergangenen Jahr im Jemen die Macht erobert. Durch französische Initiative, wurden dies in Mali, in diesem Jahr, im letzten Moment, verhindert. Und durch diese Truppen werden die meisten Attentate im Irak ausgeübt. Diese sollen die Machtübernahme der schiitischen Mehrheit verhindern. Sie bekämpfen alle Ungläubigen. Und ungläubig sind alle, die den Koran nicht haarklein, so wie sie interpretieren!

    4. These: Die Al Quaida hatte zwar Ausbildungslager in Afghanistan, aber Wer oder Wieviele dort ausgebildet wurde ist kaum bekannt. Auch trugen diese Ausbildungslager zu Spannungen mit der afghanischen Regierung, wie auch mit der Bevölkerung bei. Nur das arabische Gastrecht und die schwäche der Regierung verhinderten den völligen Rausschmiss Al Quaidas, aus dem Afghanistan der Mudschaheddin. Erst der Krieg machte die Al Quaida populär und Osama zum Märtyrer für die islamische Sache.


    Ich habe versucht Scholl Latours Aussagen in diesen Thesen zusammen zu fassen, aber ich habe von ihm noch kein klares Urteil gehört, welche Ursachen diese Widersprüche haben. Da ist Peter immer vorsichtig! Für mich ergibt sich folgende Frage:

    Warum bekämpfen die Amerikaner die Schiiten (in Irak, Iran und Afghanistan) und nicht die Wahhabiten in Saudi Arabien, oder jetzt im Jemen? In ihrem Kampf gegen die pro-iranische Hisbollah in Syrien, geht Obama jetzt sogar eine Auseinandersetzung mit Russland ein. Dabei wären Russland und der Iran natürliche Gegner der Wahhabiten. Liegt das nun an amerikanischer Indifferenz, oder steckt doch noch mehr dahinter, dass uns die Amerikaner langsam in den nächsten Weltkrieg treiben? ...und auch diesen wieder (wie die 2 letzten Kriege) gegen den falschen Beschuldigten?
    Saudisches Öl ist dafür eine etwas zu schlichte Antwort. Oder kann ein Cowboy als Präsident so indifferent denken? Rache für Jimmi Carters Botschafts-Fiasco? Oder steckt da mehr hinter?
    Ich habe bislang auch nichts gegen Verschwörungstheorien von Scholl Latour gehört!
    Wie immer: Je mehr man weiß, so mehr Fragen hat man!
    Aber warum werden diese Fragen im "freien Westen" nicht einmal gestellt? ..bevor man weiter macht!

  • Foren-Beitrag von Bazi im Thema

    In einer Geheimdienst-Doku auf ZDFinfo wurde aus Mossad-Kreisen (israelischer Geheimdienst) berichtet. Israel hatte kurz zuvor (übrigens im Auftrag der CIA) eine MIC 21 (sowjetischer Kampf-Jet) durch einen arabischen Überläufer (ich glaube ein hoher syrischer Militär) erbeutet bzw. als Bedingung für Asyl verlangt. Die Sowjetunion belieferte damals Syrien und Ägypten mit ihren neuen, und den modernen US-Kampfjet überlegen geltenden, MIC 21. Diese Informationsquelle sollte entscheidend für sofortige Ausschaltung der, mit modernen MICs ausgestatteten, ägyptischen Luftwaffe, gleich zu Beginn des Krieges sein. Wäre Ägypten in der Lage gewesen, seine Luftwaffe im Krieg einsetzen zu können, wäre einiges anders gelaufen.
    Gamal Abdal Nasser (der ägyptische Präsident) war damals der bedeutendste Vertreter, einer selbstbewussten arabisch-sozialistischen Bewegung, die u.a. die Wiedervereinigung von Ägypten und Syrien anstrebte. Das lässt auch Rückschlüsse auf die Bedrohungslage für das Land zwischen diesen beiden Staaten zu. Dieses Land ist rein zufällig das, grade erst gegründete, bzw. "von Juden besetzte", Israel.

    Also durchaus Grund für Nasser Israel einzuschüchtern. Und ausreichend Grund für Israel sofort zu zuschlagen: Um den strategischen Vorteil, über die Stärken, Schwächen und Standorte der vermeindliche ägyptische Geheimwaffe MIC 21 zu wissen, zu nutzen, bevor Ägypten diese einsetzt!

  • umzugDatum24.02.2013 00:15
    Foren-Beitrag von Bazi im Thema

    Lieber Graf,
    Ich bin in 45 Jahren mind. 9 mal umgezogen, stelle aber fest, dass es mit zunehmendem Alter immer schwerer wird, gleichaltrige Menschen mit ähnlichen Interessen zu finden. Wer Familie hat, hat meist weniger Energie, die er in neue Freundschaften steckt. Auch ist das Berufsleben nicht mit der Schule zu vergleichen. Schüler suchen Freunde. Auf Arbeit schätzt man auch einen gewissen „Sicherheitsabstand“ zu Arbeitskollegen. Schließlich will man mit Streitigkeiten unter Freunden nicht seinen Arbeitsplatz gefährden. Also alles eine Frage des Alters, des Berufes und dem Charakter der Leute der Region, in die man zieht. Da halte ich die Berliner aber für ein recht aufgeschlossenes Völkchen. Allerdings hätte ich in großen Städten Sorge in irgendeiner langweiligen Vorstadt bzw. Schlafstadt zu versacken. Dann lebt man weder in der Stadt, noch auf dem Land. Aber beurteile dein Wohnumfeld niemals vor dem ersten Sommer! Bei Regen sind fremde Städte immer besonders grau.
    Ein neues Umfeld ist allerdings auch enorm anregend! Man wird (solange alles neu ist) merklich wacher und offener. Diese Energie sollte man dann auch zum Einleben nutzen. Wenn man seine Freizeit dann doch wider mit den alten Freunden, in der alten Heimat verbringt, kommt man nie woanders an. Hingegen kann man ruhig Gewohnheiten aus seiner alten Heimat beibehalten. Diese machen einen in der Fremde eher interessanter, als fremder. In Friesland nannte man mich „Bazi“, in Bayern „Friese“, aber ich fühlte mich mit beiden Spitznamen angenommen.
    Vorher weiß man nie wie man ankommt: gestern Platzhirsch, morgen Freak, oder umgekehrt.
    Da sind Vereine immer ein gutes Mittel, um in der Fremde gleich-interessierte Menschen kennen zu lernen, die einen nicht gleich beim Chef anschwärzen, wenn man in seiner Freizeit mal „Dummheiten“ macht.
    In erster Linie kommt es aber auf dich selbst an, Arschkriecher und Blender kommen oft gut an, aber werden nirgendwo echte Freunde finden. Bleibe Dir treu und sei dennoch offen. Du wirst Dich wundern wie viel Lebensqualität es bringt Fremde Leute anzuquatschen, oder von „Berliner Schnauzen“ vollkommen Zweckfrei angequatscht zu werden.


    „Stufen“ von Hermann Hesse

    Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
    Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
    Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
    Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
    Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
    Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
    Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
    In andere, neue Bindungen zu geben.
    Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
    Der uns beschützt und der uns hilft zu leben.
    Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
    An keinem wie an einer Heimat hängen,
    Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
    Er will uns Stuf um Stufe heben, weiten.
    Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
    Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
    Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
    Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
    Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
    Uns neuen Räumen jung entgegensenden,
    Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden...
    Wohlan denn Herz, nimm Abschied und gesunde!

  • FarbberatungDatum07.11.2012 22:26
    Foren-Beitrag von Bazi im Thema

    Bordeaux? Rosa? Ich würde lila sagen! Ja, ich hätte Probleme mit dieser Farbe , aber vielleicht hat Dein Schatz ja keine rot-blonden Haare! Einfach ausprobieren - als Wink mit dem Zaunpfahl kann es allemahle dienen! Mir hat eine Freundin mal ein braunes Hemd geschenkt, ich habe es noch nicht einmal ausgepackt, aber es erinnert mich immer wieder an einen sehr netten Menschen!

  • Foren-Beitrag von Bazi im Thema

    Nachtrag:
    Zitiert aus Lars Schalls Übersetzung von Pepe Escobar, Jornalist der Asian Times. (siehe http://www.larsschall.com/2012/08/13/das...erruckte-turke/) vom 13.August 2012:

    "Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagt, dass eine “endgültige Entscheidung” über einen Angriff auf das Atomprogramm des Iran in diesem Herbst unmittelbar bevorsteht, obwohl die USA bezweifeln, dass Teheran irgendwo in der Nähe einer “Ausbruchs”-Fähigkeit ist, und Jerusalem die nötigen Waffen und Logistik fehlen. In der Zwischenzeit hat der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan ähnlich unheilvolle Pläne, um ins syrische Kurdistan einzumarschieren – scheinbar blind für die fatalen Folgen seiner neo-osmanischen Visionen. ..."

  • Hallo zusammenDatum22.08.2012 22:12
    Foren-Beitrag von Bazi im Thema

    Na, dann gib mal deinen Senf zu unseren trockenen Pommes!
    Ich kommentiere mich nämlich eigentlich ungern selbst!
    Wir bräuchte mal Kritik von Links - sonst muss ich bald bei meinen konservativen Pauschalisierungen aufpassen!
    Also:
    Viel Spass und ein loses Mundwerk im PSL-Forum
    wünscht (der Mitt40er Dipl.Soz.Päd. mit Ruhrgebiets-Ambitionen u. schlichter registrierter Benutzer im Scholli-Forum)
    Bazi

  • Thema von Bazi im Forum Tägliche News

    „Winston Churchill gilt als bedeutendster britischer Staatsmann des 20. Jahrhunderts. Er war zweimal Premierminister und führte Großbritannien durch den Zweiten Weltkrieg“. (http://de.wikipedia.org/wiki/Winston_Churchill)
    Ohne größeres Aufsehen zu erregen, wurde neulich in der Tagespresse erwähnt, dass Winston Churchills Tagebücher der Öffentlichkeit weitere 50 Jahre vorenthalten werden.
    Was ist denn soo gefährlich, dass wir es nicht wissen dürfen? Dass er meinte, "Bomber-Harris" - der u.a. für die umstrittenen Flächen-Bombardierungen von Hamburg (Sommer 43), Dresden (Feb. 45) und Würzburg (Feb. 45) bekannt wurde - solle nicht sonderlich geehrt werden, wissen wir. Dennoch weihte die aktuelle Queen diesem, vor einigen Jahren, ein Denkmal. Warum auch nicht! - Sie ist Königin in Ihrem Land und nicht Churchill, und ich auch nicht.
    Dass Churchill im Krieg nicht mehr bereit war, einen Friedenskompromiss zu unterschreiben, ist auch bekannt - ändert aber an der positiven Bewertung des Kriegsausganges auch nichts! Was soll ein so verkrampfter Umgang mit diesem Thema. Darf man, fast 70 Jahre nach dem Krieg, nicht wissen, wie der damalige Sieger und Literatur-Nobelpreis-Träger dachte? und seiner Nachwelt hinterlassen wollte! Wenn man Max Frischs „Tagebücher“ verbieten würde, wäre dass ein Skandal, wenn nicht ein lächerliches Unterfangen. So ein Verhalten spielt faschisstischen Agitatoren doch grade zu in die Karten! Eine überzeugend-sachliche Aufarbeitung ist, nach meiner Überzeugung, IMMER die NACHHALTIGSTE Umgehensweise gegen radikale Gerüchte! Und später ist, grade bei Unwarheiten, nicht immer besser!
    Die KZs wird Churchill schon nicht gebaut haben! Und schon der offen gezeigte Rassenhass des deutschen Systems ist einwandfrei nachgewiesen, unverzeihlich, und durfte auch nicht überleben! Aber warum verhält man sich so, als ob „irgend so ein Knaller“ in den Tagebüchern stehen würde?

  • Foren-Beitrag von Bazi im Thema

    So, jetzt haben die Ägypter also einen Ex-Minister Mubaraks und einen Kandidaten, der den Mord an Mubaraks Vorgänger unterstützt hat, in der Stichwahl.
    Der Friedensnobelpreisträger und agypt. Präsident Sadat wurde 1981 von der Muslimbruderschaft erschossen, da er den Friedensvertrag mit Israel unterschrieben hatte.
    Und das Bittere, - es ist bislang doch besser gelaufen, als man eigentlich erwarten musste.
    Nur wenige Menschen mussten, durch Gewalt gegen Minderheiten, oder in der Auseinandersetzung mit der ägypt. Regierung oder Israel, sterben.
    So wird nicht nur Sadat, sondern auch Mubarak, durch die Geschichte zum tragischen Helden.
    Er hätte es auch wie Assad in Syrien machen können - den Rückhalt bei einer starken. Bevölkerungsgruppe hatte er ja offensichtlich.
    Ein Hoch auf alle veratwortungsbewußten und gleichgeschalteten Besserwisser in Europa ,
    die die ägyptischen Studenten zu diesem Irrweg ermutigt haben.

    P.S.:
    Und bitte kein: "... das hat man ja nicht absehen können"!
    (Bei der dt. Presse wird sich den Schuh eh niemand anziehen)

  • Foren-Beitrag von Bazi im Thema

    ...daher habe ich mich bei dieser Person auch lieber kurz als unfreundlich gehalten .
    Aber die Ansichten von Frau Augstein empfand ich - in die entgegen gesetzten Richtung - recht extrem. Auch ihr Auftreten zeigte nichts verbindendes. Da überraschte es mich, dass Sie "unseren Lieblings-Kokser" nicht zum Gipfel unverbindlicher, rethorischer Unterstellungen treiben konnte, sondern er sich im außerdeutschen Teil der Diskussion enorm zurück hielt.

    Scholl-Latour war natürch wieder ruhig, zu allen Steiten respektvoll und dennoch eindeutig in den Aussagen. Ein Kompliment, welches ich allerdings auch dem israelischen Botschafter machen möchte. Aber, so eine klare Stellungnahme für den Iran hätte ich von Scholl-Latour nicht erwartet!

  • Foren-Beitrag von Bazi im Thema

    Die wichtigsten Aussagen frei formuliert zusammengefasst.

    Herr Scholl-Latour:
    - Man macht momentan aus einem missglückten Gedicht eine Staatsaffäre
    - Wem an Israel gelegen ist, sollte diese Politik kritisieren.
    - Konformismus der deutschen Presse ist das Problem in der Kriegsfrage.
    - Netanjahu ist der gefährliche Politiker momentan, der iranische Ahmadinedschad hat doch gar keine Verfügungsgewalt über eine eventuelle Bombe.
    - Deutschland sollte auf keinen Fall in irgendeiner Weise in die Auseinandersetzung (Iran-Israel) eingreifen.
    - Auch wenn sie auf Seiten von Israel kämpfen würden, wäre nicht auszuschließen das sie auf einen schießen müssten.
    - Der Iran ist nicht kriegslüstern,

    Herr Friedmann:

    - Das Wort „gleichschalten“ (Zitat Grass) zieht gefährliche Vergleiche, da sollte man sich nicht über harte Konsequenzen wundern.

    Frau Augstein:
    - Das Land Iran weiß, dass Israel und eine starke amerikanische Lobby sie vernichten wollen.
    - Die Drohung jederzeit konventionelle Militärschläge durchzuführen geht von Israel aus.
    - Die deutsche Bundesregierung sollte in gar kein Krisengebiet liefern (Deutschland hat U-Boot an Israel geliefert)

    Herr Primor:
    - Man übertreibt in der Reaktion auf das Gedicht, aber Israel wird, als einzigem Staat, momentan mit Vernichtung bedroht.
    - Ich bin kein Anhänger von Netanjahu, aber er hat, im Gegensatz zu all seinen Vorgängern noch keinen Krieg ausgelöst.
    - Es geht um unsere Verteidigung, wir haben keine Verkrampftheit bei dem Thema deutsche Soldaten in Israel, die deutschen gehen damit verkrampft um.

  • Foren-Beitrag von Bazi im Thema

    Das diskutierte Gedicht:

    „Was gesagt werdan muss“ von Günter Grass

    Warum schweige ich, verschweige zu lange,
    was offensichtlich ist und in Planspielen
    geübt wurde, an deren Ende als Überlebende
    wir allenfalls Fußnoten sind.
    Es ist das behauptete Recht auf den Erstschlag,
    der das von einem Maulhelden unterjochte
    und zum organisierten Jubel gelenkte
    iranische Volk auslöschen könnte,
    weil in dessen Machtbereich der Bau
    einer Atombombe vermutet wird.
    Doch warum untersage ich mir,
    jenes andere Land beim Namen zu nennen,
    in dem seit Jahren - wenn auch geheimgehalten -
    ein wachsend nukleares Potential verfügbar
    aber außer Kontrolle, weil keiner Prüfung
    zugänglich ist?
    Das allgemeine Verschweigen dieses Tatbestandes,
    dem sich mein Schweigen untergeordnet hat,
    empfinde ich als belastende Lüge
    und Zwang, der Strafe in Aussicht stellt,
    sobald er mißachtet wird;
    das Verdikt "Antisemitismus" ist geläufig.
    Jetzt aber, weil aus meinem Land,
    das von ureigenen Verbrechen,
    die ohne Vergleich sind,
    Mal um Mal eingeholt und zur Rede gestellt wird,
    wiederum und rein geschäftsmäßig, wenn auch
    mit flinker Lippe als Wiedergutmachung deklariert,
    ein weiteres U-Boot nach Israel
    geliefert werden soll, dessen Spezialität
    darin besteht, allesvernichtende Sprengköpfe
    dorthin lenken zu können, wo die Existenz
    einer einzigen Atombombe unbewiesen ist,
    doch als Befürchtung von Beweiskraft sein will,
    sage ich, was gesagt werden muß.
    Warum aber schwieg ich bislang?
    Weil ich meinte, meine Herkunft,
    die von nie zu tilgendem Makel behaftet ist,
    verbiete, diese Tatsache als ausgesprochene Wahrheit
    dem Land Israel, dem ich verbunden bin
    und bleiben will, zuzumuten.
    Warum sage ich jetzt erst,
    gealtert und mit letzter Tinte:
    Die Atommacht Israel gefährdet
    den ohnehin brüchigen Weltfrieden?
    Weil gesagt werden muß,
    was schon morgen zu spät sein könnte;
    auch weil wir - als Deutsche belastet genug -
    Zulieferer eines Verbrechens werden könnten,
    das voraussehbar ist, weshalb unsere Mitschuld
    durch keine der üblichen Ausreden
    zu tilgen wäre.
    Und zugegeben: ich schweige nicht mehr,
    weil ich der Heuchelei des Westens
    überdrüssig bin; zudem ist zu hoffen,
    es mögen sich viele vom Schweigen befreien,
    den Verursacher der erkennbaren Gefahr
    zum Verzicht auf Gewalt auffordern und
    gleichfalls darauf bestehen,
    daß eine unbehinderte und permanente Kontrolle
    des israelischen atomaren Potentials
    und der iranischen Atomanlagen
    durch eine internationale Instanz
    von den Regierungen beider Länder zugelassen wird.
    Nur so ist allen, den Israelis und Palästinensern,
    mehr noch, allen Menschen, die in dieser
    vom Wahn okkupierten Region
    dicht bei dicht verfeindet leben
    und letztlich auch uns zu helfen.

  • Thema von Bazi im Forum Peter Scholl-Latour zu...

    Maybrit Illner diskutiert unter anderem mit dem ehemaligen israelischen Botschafter in Deutschland Avi Primor, mit dem Nahost-Experten Peter Scholl-Latour sowie mit Michel Friedman, früherer stellvertretender Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland
    Anlässlich des aktuell umstrittenen Gedichtes von Günther Grass heist das Thema: Ist Kritik an Israel wirklich ein Tabu?
    Vorschau:
    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/v...er-am-12.-April

  • Thema von Bazi im Forum Empfehlenswerte Bücher...

    Auch wenn sie kein Buch ist:

    LARS SCHALL ist investigativer Journalist, mit Schwerpunkt Wirtschaft und Finanzen,
    und ein Sammler von recht seriösen Artikeln über dass allgemeine Weltgeschehen jenseits von Reuters.
    http://www.larsschall.com/

    Besonders möchte ich hier auf die Artikel des Asia-Times-Journalisten PEPE ESCOBAR verweisen,
    zu deren Übersetzung Schall von Escobar exklusiv autorisiert ist und für den er bereits einen eigenen Link in der Kopfzeile seiner Page eingerichtet hat.
    Ich beobachte diesen Journalisten mit ebenso viel Interesse, wie den jungen Scholl Latour, mal sehen was aus ihm wird.
    DAS WANDERNDE AUGE: Ein Blick durch den Nebel in Syrien“ ist ein Artikel der mir zuletzt sehr zu denken gegeben hat.
    http://www.larsschall.com/escobar/

  • Foren-Beitrag von Bazi im Thema

    Das Ägypten keinen Angriff plante ist eine sehr vage Behauptung. Und eine Kriegserklährung war, zumindest formal, nicht nötig, da man sich im Krieg befand. Ich erinnere daran, dass erst Sadat den Staat Israel anerkannt hat. Also begann der Krieg spätestens mit der Staatsgründung Israels.

  • Foren-Beitrag von Bazi im Thema

    Nun ist eben der Kandidat durchgekommen, den die TV-Medien zugelassen haben. Die letzten BEIDEN wurden ja von den Medien aus dem Amt gejagt. Zumindest den vorletzten Kandidaten konnte man nichts anhängen und man hat ihn dennoch weg geekelt. Solange diesen Medien Parteipolitik wichtiger ist als Deutschland, wird deutsche Innenpolitik in Zukunft immer so aussehen. Da soll auch niemand behaupten, die Medien gäben die Meinung der Bevölkerung wieder, wenn mann erst mal solange auf Gerüchten herum kaut, bis irgend eines glaubwürdig erscheint. Die Warheit ist doch, dass erst die Medien eine Meinung vorgeben und, erst wenn das Thema allen Zuschauern aus den Ohren quillt, ändern sich die Umfragewerte. Ein Zivilist hätte nach soviel ungerechtfertigten Behauptungen doch schon längst eine Rufmord-Anzeige.
    Ein Mensch ohne Fehler gibt es nicht und ein Mensch mit Fehlern ist erpressbar. Arme Republik, wo Gerüchte die Realität formen - Demokratie ist etwas anderes! Denn Demokratie kennt nur 3 Gewalten und diese kontrollieren sich gegenseitig! Solange unter jeder Zeitungsüberschrift "überparteilich" steht, werde ich nur noch glauben, was "TAZ" und "BayernKurier" schreiben. Da weiß man wenigstens was dahinter steht! Das was wir hier sehen ist Pöbelherrschaft in Reinkultur.

  • Ägypten - Nach dem BotschaftssturmDatum10.02.2012 19:53
    Foren-Beitrag von Bazi im Thema

    Für alle die sich für aktuelle Nachrichten aus Ägypten auf deutsch interessieren, möchte ich auf "http://www.papyrus-magazin.de/Papyrus_online/Heft03_2011_12/index.html" verweisen. Neben vielen kulturellen und touristischen Themen werden diesesmal die Präsidentschaftskandidaten vorgestellt.

  • Foren-Beitrag von Bazi im Thema

    Sieht leider nicht nur nach einem "Krieg der Geheimdienste" aus:
    Ab heute haben die Amerikaner also wieder einen Flugzeugträger im Golf von Persien (und einen davor). Zudem zahlreiche Atom-U-Boote, Schlachtschiffe (von USA, Frankreich u. GB) etc. Die Deutschen kreuzen ja schon länger vorm Jemen. Die Schlagstärke für einen Krieg soll damit aber noch nicht erreicht sein. Mit diesem Aufgebot soll, nach US-Angaben, nur der Zugang zum Golf frei gehalten werden. Der Iran drohte ja bereits damit die bis zu 55 km schmale Meerenge zu sperren. Dieses ließe sich wohl am ehesten mit Mienen bewerkstelligen. Wievielte Minensucher allerdings aufmarschiert sind wurde nicht berichtet. Vor Israel liegen bereits 2 US-Schiffe mit Raketenabwehrsystemen.
    Zu Bedenken ist:
    Bisher hat man noch nie soviel Militär aufgefahren, wenn man anschließend keinen Krieg führen wollte.
    Bei den Wahlen in Ägypten sind eigentlich nur Moslembrüder und Salafisten (konservativer Dervisch-Orden) gewählt worden. In den Nachrichten bedauern sie die Frauen, die dafür Revolution geführt haben, um nun schlimmer als zuvor diskrimminiert zu werden (wie überraschend). Kein einziger Kommentar zu ihrer Haltung zu Israel oder der Irak-Atom-Frage. Auch Syrien wird kein Kriegsende abwarten, um dann vom Westen ein neues System verordnet zu bekommen. Und das Dümmste ist, dass es dieses mal kaum eine Möglichkeit für Deutschland gibt, sich herauszuhalten, wenn die USA (bzw. der Iran od. Israel) loslegen. Ich hoffe bloß, dass ich ein Schwarz-Seher bin, denn sonst erwartet uns diesmal etwas, das wir nicht mit einem Irak- od. Libyen-Krieg vergleichen können (Erstrecht, wenn der Iran seine Atomwaffen vollendet bekommt).


    PS: Aber laut den dt. Medien haben wir ja ein Nachrichtenloch (Zitat: Spiegel-Chef), dass man mit schmutziger Wäsche stopfen muß! Da kann man ja mal geschlossen übersehen, dass wir seit einem halben Jahr auf einen Weltkrieg zusteuern.

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Ort: nach langer Abstinenz, endlich wieder im Kohlenpott!
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