Viele verbinden mit Afrika in erster Linie Bilder von Bürgerkriegen, hungernden Kindern oder Naturkatastrophen. Dabei ist der Schwarze Kontinent politisch und wirtschaftlich nicht minder vielgestaltig als Europa oder Asien. Neben Ländern wie Zimbabwe, die tatsächlich in Chaos und Hyperinflation zu versinken drohen, gibt es auch aufstrebende Nationen, die guten Grund haben, zuversichtlich in die Zukunft zu blicken.
Betrachtet man die Finanzmärkte als Seismograf der wirtschaftlichen Entwicklung, sind einige Staaten des 850-Millionen-Einwohner-Erdteils auf einem guten Weg. Dieses Jahr finden sich mit Nigeria (plus 33 Prozent) und Botsuana (plus 20 Prozent) gleich zwei afrikanische Börsen unter den zehn bestgelaufenen Märkten weltweit. Auf Fünfjahressicht ragen Indizes wie der ägyptische CSE30 oder der kenianische NSE20 heraus, die um 694 Prozent und 230 Prozent zulegen konnten.